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 | Deutsches Jugendinstitut

Zweite Pandemie-Welle macht sich an der Anzahl der Verdachts- und Infektionsfälle sowie an den coronabedingten KiTa-Schließungen bemerkbar

1,4% der teilnehmenden Einrichtungen haben mindestens einen nachgewiesenen positiven Infektionsfall.

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Der Monatsbericht Januar 2021 umfasst die KW 47 (16.11.-22.11.20) bis KW 2 (11.01.-17.01.21). Für diesen Zeitraum werden sowohl für die Verdachts- und Infektionsfälle als auch für die coronabedingten Schließungen in den Kindertagespflegestellen erhöhte Werte verzeichnet. Obwohl es sich hier um die bisher höchsten berichteten Werte im Rahmen der Corona-KiTa-Studie handelt, liegen die Anteile der Verdachts- und Infektionsfälle sowie der Schließungen in der Gesamtbetrachtung bei den Kindertagespflegestellen insgesamt auf einem niedrigen Niveau.

Darüber hinaus melden im Zeitraum zw. KW 47 (16.11.-22.11.20) bis KW 2 (11.01.-17.01.21) bis zu 10% der teilnehmenden Kindertagespflegestellen einen Verdachtsfall bei betreuten Kindern oder deren Eltern. Bei den coronabedingten Schließungen liegt der Wert bei maximal 5%. Das bedeutet, nur eine von 20 Kindertagespflegestellen muss in einer der Wochen coronabedingt schließen. Auf niedrigem Niveau hält sich in diesem Zeitraum auch die Anzahl tatsächlicher Infektionsfälle (bei der Tagespflegeperson selbst, Mitgliedern ihres Haushaltes, bei den betreuten Kindern oder deren Eltern). Der höchste Wert, der in diesem Rahmen zu verzeichnen ist, liegt bei 16 Infektionsfällen in KTPS mit mind. einem Infektionsfall in KW 47. Dies macht einen Anteil von etwa 1,4% der teilnehmenden Kindertagespflegestellen aus. Sowohl die Werte der Verdachts- und Infektionsfälle als auch die Werte der coronabedingten Schließungen zeigen von KW 47 (16.11.-22.11.20) bis KW 52 (21.12.-27.12.20) insgesamt eine abfallende Tendenz. Ähnliches ist beim Verlauf der coronabedingten Schließungen zu beobachten. 

Eine Interpretation der Daten muss vor dem Hintergrund des Beschlusses der Bundesregierung vom 13.12.2020 zu den verschärften Lockdown-Regelungen erfolgen. Dem Appell an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, wurde in der Kindertagespflege weitestgehend rasch Folge geleistet. Dadurch kommt es bereits ab KW 51 (14.12.-20.12.20) zu einer deutlichen Abnahme der betreuten Kinder. Die Kontakte wurden folglich insgesamt reduziert, nicht nur unter den Kindern, sondern auch weil Eltern das pädagogische Personal nicht sahen und auch der öffentliche Nahverkehr weniger genutzt wurde. Dies alles minimierte mögliche Infektionsrisiken. Dies kann in der Zeit nach Aussprache der Lockdown-Regelungen zu einem Abfall der Zahlen der Verdachts- und Infektionsfälle sowie der pandemiebedingten Schließungen in der Kindertagespflege geführt haben.