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 | Deutsches Jugendinstitut

Der Anteil des pädagogischen Kita-Personals, welches pandemiebedingt nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden konnte, stieg zuletzt an

Diese Entwicklung lässt sich in allen Bundesländern beobachten – trotz regional unterschiedlicher Ausprägung.

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Aufgrund der Pandemiesituation nimmt der Anteil des in der unmittelbaren Arbeit am Kind eingesetzten Personals kontinuierlich ab. Waren es in Kalenderwoche 45 (02.11.-08.11.2020) noch 85%, fiel der Wert in KW 51 (14.12.20-20.12.2020) auf 77% und bis KW 1 (04.01.-10.01.2021) nochmals auf 74%. Bislang stagniert der Wert auf diesem Niveau. Im selben Zeitraum erhöhte sich der Anteil des aufgrund der Pandemie mittelbar am Kind eingesetzten Personals von 2 auf 11%, der des nicht eingesetzten Personals verdoppelte sich auf 8%. In KW 51 sank in den Kitas ebenfalls die durchschnittliche Quote der betreuten Kinder im Vergleich zur Vorwoche.

Die Anzahl der im Durchschnitt täglich betreuten Kinder im Verhältnis zur betreuten Kinderzahl vor Beginn der Pandemie wird als Inanspruchnahmequote bezeichnet. Aktuelle und umfangreichere Erhebungen einzelner Bundesländer deuten darauf hin, dass sich die Inanspruchnahmequoten in diesen Bundesländern sogar noch stärker verringert haben, als aus den Angaben des KiTa-Registers abzulesen ist.

Dass die Betreuungsquoten auch innerhalb der Bundesländer stark variieren, zeigen ebenfalls die im KiTa-Register auf Kreis- und Einrichtungsebene verfügbaren detaillierten Daten. Die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Vorgaben hängt unter anderem davon ab, wie Kommunen, Einrichtungsträger und Einrichtungsleitungen die Lockdown-Regelungen auslegen und anwenden. Diese große Heterogenität liegt in den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und Bedingungen begründet. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren beeinflussen die Situation der Familien und ihre Möglichkeiten, Kinder selbst betreuen bzw. alternative Betreuungsmöglichkeiten nutzen zu können. Wachsende Divergenzen zwischen und innerhalb der Bundesländer bedeuten aber auch, dass die Pandemie und die gewählten Bewältigungsstrategien die unterschiedliche Praxis zwischen Kindern und Familien in Deutschland verstärken.